Der Schweizer Forscher und Psychiater Jules Angst ist am 15. Mai im Alter von 99 Jahren gestorben. Er galt als Pionier der Psychiatrie. Er forschte v.a. zu Depressionen und bipolaren Störungen. Die Universität Zürich (UZH) würdigt Angst in einem Nachruf als einen der bedeutendsten psychiatrischen Epidemiologen des 20. und 21. Jahrhunderts. Seine Arbeiten hätten das heutige Verständnis für psychische Erkrankungen massgeblich geprägt, so die Universität.
Der gebürtige Züricher war über Jahrzehnte an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und der Universität Zürich tätig. Er entwickelte verbesserte Diagnosekonzepte für bipolare Störungen und führte Wirksamkeitsstudien zu Lithium, Imipramin und Clozapin durch. Bekannt wurden er auch über seine „Zürcher Studie“ – einer Langzeituntersuchung zur psychischen Gesundheit der Bevölkerung. (rd)
