Pünktlich zum 100. Geburtstag der österreichischen Autorin Ingeborg Bachmann am 25. Juni kommt Regina Schillings Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ in die Kinos. Originell inszeniert mit Sandra Hüller, die einen imaginären Tag der großen Schriftstellerin in Rom spielt, was verquickt wird mit Originalaufnahmen und Bachmanns Schriften.
Im Vordergrund steht das unermüdliche Schaffen der Ikone mit dem Hang zu schwierigen Beziehungen. Ihre große Liebe Paul Celan erkrankte mehrfach an Paranoia und ertränkte sich 1970 in der Seine. Eine mehrjährige Amour fou mit Max Frisch, der sie für eine viel Jüngere verließ, löste eine Krise aus, die sie letztlich mehrfach in Kliniken und in Alkohol- und Tablettenabhängigkeit führte.
Dies alles wird im Film kaum thematisiert, im Vordergrund stehen ihr Werk, der Aufstieg zur Literaturgröße der „Gruppe 47“ und das Leben in Rom. Und es wird sehr viel geraucht und getrunken … Ihr letztes Werk – der Todesarten-Zyklus – blieb unvollendet, als sie 1973 starb, drei Wochen nach einem Brandunfall, verursacht durch eine Zigarette, die ihr Nachthemd entzündete. (hin)
INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR
Regie: Regina Schilling
Mit: Sandra Hüller, Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Max Frisch, Hans Werner Henze
Produktion: Deutschland, Österreich 2026
Lauflänge: 95 Minuten
Trailer: https://youtu.be/sdNx8uI3TMc
Website: https://weltkino.de/ingeborg-bachmann

Sandra Hüller verkörpert Ingeborg
Bachmann. Foto: Elliott Kreyenberg