Crazy!

Ein Bild aus der Serie „Big brother". Foto: Louis Quail

„Crazy – Leben mit psychischen Erkrankungen” heißt eine Foto-Ausstellung, die am 14. Mai, 19 Uhr, im Berliner Kleisthaus eröffnet wird und dort bis 17. Juni zu sehen ist. Präsentiert werden Arbeiten von fünf international renommierten Fotograf*innen, die sich aus ganz persönlichen Gründen mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

„The Epilogue“ von Laia Abril erzählt die Geschichte der Familie Robinson, die ihre jüngste Tochter durch Bulimie verlor. Das gleichnamige Buch wurde für den Paris Photo – Aperture Foundation PhotoBook Award 2014 nominiert.

In „Gärtners Reise“ dokumentiert Sibylle Fendt die letzte Reise Lothar Gärtners und seiner an Demenz erkrankten Ehefrau Elke. Ihr Leben lang hatten sie als begeisterte Camper Europa im Wohnwagen bereist. Sibylle Fendt ist Mitglied der Agentur OSTKREUZ.

Nora Klein versucht in ihrer Serie „Mal gut, mehr schlecht.“ die Erkrankung Depression in Bilder zu fassen.  Louis Quail zeigt in seiner intimen fotografischen Annäherung „Big Brother“ das Leben seines Bruders mit Schizophrenie, und Melissa Spitz widmet ihre Arbeit „You Have Nothing to Worry About“ dem Gefühlsleben ihrer schwer psychisch erkrankten Mutter. Melissa Spitz wurde vom TIME Magazine zur Instagram-Fotografin 2017 gewählt.

Bei der Eröffnung dabei sind: Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Prof. Dr. med. Arno Deister, Past President der DGPPN,  sowie Katharina Mouratidi, Künstlerische Leiterin f³ –freiraum für fotografie

Am 22. Mai, 19 Uhr, findet ein Künstlergespräch mit Sibylle Fendt statt. Am 17. Juni, 19 Uhr, ist Finissage mit Podiumsgespräch. Eintritt frei und barrierefrei. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 6–22 Uhr, Feiertags geschlossen! Ort: Mauerstr. 53, 10117 Berlin Anmeldung erbeten unter: Tel: +49 (0)30 18 527 – 264, E-Mail: kleisthaus@behindertenbeauftragter.de

 

Manic Virtual Reality Workshop

Parallel zur Ausstellung wird zwischen dem 3. und dem 13. Juni der Workshop Manic Virtual Reality Workshop (auf Englisch) mit der Künstlerin Kalina Bertin angeboten. ManicVR ist eine Virtual-Reality-Dokumentation, die die Besucher*innen in die komplexe Welt der bipolaren Störung eintauchen lässt. Durch raumbezogene Interaktion in Echtzeit und 3-D-Welten können die destabilisierenden Auswirkungen von Bipolarität – erhöhte Sinneswahrnehmung und ungezügelte Vorstellungskraft – erfahren werden. Die Künstlerin Kalina Bertin wird den Workshop persönlich anleiten, der einzeln besucht wird und jeweils 30 Minuten dauert. Auch hier ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel: +49 (0)30 18 527  2648 oder per E-Mail:  kleisthaus@behindertenbeauftragter.de

(Termine: 3. Bis 7. Juni  bis 20 Uhr, 11. & 12. Juni 10 bis 14 Uhr, 13. Juni, 19 Uhr, Künstlergespräch mit Kalina Bertin (mit deutscher Übersetzung)

 

(rd)