Depressionen und Suizidrisiko:
Warnhinweis für die „Pille”

Die Antibabypille kann zu Depressionen und einem erhöhten Suizidrisiko führen. Vor diesem Risiko soll künftig auch der Beipackzettel warnen. Das sich die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln negativ auf die Stimmung der Anwenderinnen auswirken kann, ist schon länger bekannt. Eine neue Studie aus Dänemark, bei der Daten von gut 475.000 Frauen ausgewertet wurden, weist nun zudem darauf hin, dass die Mittel auch das Suizidrisiko erhöhen können. Demnach haben Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel anwenden,  ein doppelt so hohes Risiko für Selbsttötungsversuche und ein dreimal so hohes Risiko, tatsächlich Suizid zu begehen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte (BfArM) und mehrere Pharmafirmen haben die Information in der vergangenen Woche in Form eines „Rote-Hand-Briefs“ (Ss.u.) an Ärzte und Apotheker übermittelt. Der Warnhinweis gilt für alle hormonell wirksamen Verhütungsmittel, so auch für  Hormonspiralen und Hormonpflaster.

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