Hamburg: Ist der „Palette“-Treffpunkt
doch noch zu retten?

Die Sozialbehörde will sparen – unter anderem durch Schließung des niedrigschwelligen Treffpunkts der Palette gGmbH für akzeptierende soziale Hilfen in der Stresemannstraße. Allerdings ist die Solidarität im Bezirk groß. Und jetzt sprang das Spendenparlament in die Bresche: Dort wird am 19. November über einen Beschlussvorschlag für Übernahme der Raumkosten für ein Jahr in Höhe von rund 22.000 Euro abgestimmt. Die Einrichtung selbst geht aber weiter davon aus, dass Ende des Jahres Schluss ist. Denn: Es fehlen weiter die (Personal-) Kosten für den laufenden Betrieb.

Die Sozialbehörde lehnt diese Finanzierung ab: die “Palette” sei von Anfang an nur als Übergangslösung gedacht gewesen war. Die Suchtkranken sollten stattdessen zum “Stay Alive” in Altona und zum “Drob Inn” am Hauptbahnhof gehen, was aber aus Sicht der Geschäftsführerin wenig realistisch ist.
Der Bezirk indes steht hinter der Palette Stresemannstraße. Doch: er sieht die Finanzierungsverantwortung bei der Sozialbehörde.
„Muss die Einrichtung zum 31. Dezember 2026 schließen, verlieren besonders vulnerable, mehrfach stigmatisierte Menschen ihre vertrauten Ansprechpersonen und eine zentrale Brücke in das Hilfesystem“, appelliert Palette-Geschäftsführerin Mandy Dombeck-Herrmann. (hin)