Hamburg: Rot-Grün will
Long-Covid-Versorgung verbessern

Die Regierungsfraktionen von Grünen und SPD in der Hamburgischen Bürgerschaft wollen die medizinische Versorgung von Menschen mit Post-Acute-Infection-Syndromen (PAIS) wie Long Covid oder ME/CFS verbessern. Ziel ist ein schnellerer Zugang zu spezialisierter Diagnostik und Therapie sowie eine bessere Koordinierung der Behandlung. Ein entsprechender Antrag sieht vor, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) beim Aufbau einer spezialisierten ambulanten Versorgung zu unterstützen.
Hintergrund ist ein am UKE entwickeltes dreistufiges Versorgungskonzept, das im Februar 2026 im Gesundheitsausschuss vorgestellt wurde. Während die hausärztliche Versorgung bereits Teil der Regelversorgung ist, fehlen bislang die Strukturen für eine spezialisierte Diagnostik, Therapie und Lotsenfunktion. Voraussetzung dafür ist eine sogenannte Institutsermächtigung für ambulante Versorgung des UKE durch den Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg.
Darüber hinaus fordern die Fraktionen eine dauerhafte Finanzierung des Projekts „CFS-Kids-Mobil“, das seit Februar 2026 Kinder und Jugendliche mit PAIS-Symptomen betreut. Bislang wird das Angebot über Spenden finanziert. Der Senat soll deshalb gemeinsam mit den Krankenkassen nach Lösungen suchen und sich bei Bedarf auf Bundesebene für gesetzliche Änderungen einsetzen.
Weitere Forderungen betreffen eine bessere gesundheitliche Versorgung von PAIS-Betroffenen auf Bundesebene sowie eine stärkere Sensibilisierung von Pflegeeinrichtungen für die besonderen Bedürfnisse pflegebedürftiger Patientinnen und Patienten. (rd)