Messerattacke am Hauptbahnhof:
Gericht ordnet Maßregelvollzug an

Die heute 40 Jahre alte Frau, die am 23. Mai vorigen Jahres im wahnhaften Zustand mehrere Menschen auf dem Hamburger Hauptbahnhof mit einem Messer verletzt hat, wird dauerhaft in einer Psychiatrie untergebracht. Das ordnete jetzt eine Kammer des Landgerichts Hamburg in einem sogenannten Sicherungsverfahren an, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Nach Überzeugung der psychiatrischen Sachverständigen und des Gerichts geht von der als schuldunfähig geltenden Frau eine weitere Gefahr für die Allgemeinheit aus.

Die Beschuldigte soll seit langem unter einer paranoiden halluzinatorischen Psychose leiden und ist seit neun Jahren Frührentnerin, berichtete das Abendblatt. Sie war zuvor mehrfach auffällig und bedrohlich geworden. Zuletzt soll sie ihren Vater mit einer Schere attackiert haben. Allein zwischen 2022 und 2025 war sie 32-mal in psychiatrischen Kliniken. Erst einen Tag zuvor war sie aus einer Psychiatrie in Niedersachsen entlassen worden.
Tatwaffe war ein Gemüsemesser, dass sie kurz vor der Tat in einem Drogeriemarkt gestohlen hatte. 15 Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Zwei Passanten beendeten das Blutbad, indem sie der Frau die Waffe entwendeten. (hin)