Großdemonstration gegen Kürzung
der Psychotherapie-Honorare

Ein breites Bündnis psychotherapeutischer Fach- und Berufsverbände ruft zur Teilnahme an einer Großdemonstration in Berlin auf, um ein deutliches Zeichen gegen die aktuellen Kürzungen in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung zu setzen.

Die Demonstration findet am Mittwoch, 15. April 2026, um 13:00 Uhr statt. Startpunkt ist die Paul-Löbe-Allee zwischen Paul-Löbe-Haus und Reichstagsgebäude. Nach einer Auftaktkundgebung beginnt ein etwa zweistündiger Demonstrationszug, der über mehrere Stationen durch das Regierungsviertel bis zum GKV-Spitzenverband führt.

Hintergrund der Proteste sind Sorgen um die Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung: Die geplanten Honorarkürzungen setzten Praxen wirtschaftlich unter Druck, verschärften bestehende Wartezeiten und erschwerten insbesondere für vulnerable Gruppen den Zugang zu dringend benötigten Behandlungen. Gleichzeitig würden die Arbeitsbedingungen für Psychotherapeut*innen belastender, während die gesellschaftliche Bedeutung psychischer Gesundheit und therapeutischer Arbeit abgewertet werde. Auch „die ohnehin angespannte Situation in der Aus- und Weiterbildung” drohe sich weiter zu verschärfen, was langfristig den Nachwuchs gefährde.

Mit der Demonstration fordern die Verbände die Rücknahme der Kürzungen, „eine faire und transparente Vergütung psychotherapeutischer Leistungen sowie insgesamt verlässliche und nachhaltige Rahmenbedingungen zur Stärkung der ambulanten Versorgung”, wie es in einer Pressemitteilung der Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) heißt.(rd)